Von 1970’er bis zu den 1990’er Jahren wurde eine Reihe von Filmen produziert, die der Filmkritiker Georg Seeßlen als Kino der Fremdheit bezeichnete: Überwiegend mehrheitsdeutsche Regisseur*innen zeichneten mit mitleidvollem Gestus ein Bild von unüberbrückbaren Differenzen zwischen einer vermeintlich homogenen „türkischen“ und einer „deutschen“ Identität. Filmemacher*innen der 2. und 3. Migrant*innengeneration kreierten ab Mitte der ‘90er selbstbewusst ein ‘anderes’ deutsches Kino: Ihre Filme nehmen keine dezidierte interkulturelle Vermittlungsposition ein. Die Diskussion wurde von Dr. Anna Younes moderiert. Im Anschluss: Vorführung des kuratierten Films „Almanya – Willkommen in Deutschland“ (Yasemin Şamdereli, D 2011, 101 Min.). 

 

Auftraggeber: Ruberoid Festival, Berlin

Termin: 13. November 2016

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