Von den 1970’er bis zu den 1990’er Jahren wurde eine Reihe von Filmen produziert, die der Filmkritiker Georg Seeßlen als Kino der Fremdheit bezeichnete:

Überwiegend mehrheitsdeutsche Regisseur*innen zeichneten mit mitleidvollem Gestus ein Bild von unüberbrückbaren Differenzen zwischen einer vermeintlich homogenen „türkischen” und einer deutschen” Identität. Filmemacher*innen der 2. und 3. Migrant*innengeneration kreierten ab Mitte der ‘90er selbstbewusst ein „anderes” deutsches Kino: Ihre Filme nehmen keine dezidierte interkulturelle Vermittlungsposition ein.

 

Im Anschluss: Vorführung der kuratierten Filme „93/13 — 20 Jahre nach Solingen” (Mirza Odabaşı, D 2013, 33 Min.) und „En Garde” (Ayşe Polat, D 2004, 94 Min.).

 

Auftraggeberin: alpha nova & galerie futura – Weibliche Visionen in Kultur Politik und Kunst e.V. (Berlin)

Termin: 12. November 2015

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